

Düstere Welten, geheimnisvolle Mythen
und Sagen - Utopien, die immer schon erdacht, erträumt
oder gefürchtet wurden, weil sie unbekannt und bedrohlich
erscheinen. Ebenso wie das Dunkel der Nacht, mit ihren Wesen,
kaum zu sehen für den, der nicht richtig hinschaut und
aufmerksam lauscht: Aus diesen Sphären schöpft Mina
Harker die Materie für die Geschichten ihres sensationellen
Debütalbums „Tiefer“ – surreal, außergewöhnlich
und leidenschaftlich. Die Interpretation der Songs gestaltet
sich außerordentlich vielseitig, was sich besonders in
der unverwechselbar kräftigen Stimme ausdrückt, die
sich mal engelsgleich behutsam, mal schonungslos, aber dabei
immer klar und gefühlvoll in die weiten Stimmungsbögen
einfügt. Den Gegenpol bildet das ausgefeilte Songarrangement,
unterstützt durch die harten Gitarrensounds Alexander Gorodezkis,
der zusammen mit Mina Harker den Kopf der Band bildet. Beide
setzen gerne üppig stimmungsvolle Elektronik ein und erzeugen
so eine düster-digitale Ästhetik, die allerdings niemals
mit zu viel Pathos oder Melancholie daherkommt, sondern vielmehr
einen charaktervollen Ausdruck von Leidenschaft und Kraft transportiert
- das alles verpackt in sorgsam und gefühlvoll arrangierte,
perfekt produzierte Songs mit ausschließlich deutschsprachigen
Texten. Für den Sound zeichnete sich kein Geringerer als
Georg Kaleve engagiert, der schon erfolgreich den Bands Subway
to Sally und De Vision zu druckvollen Produktionen verhalf.
Auch auf dem live-Sektor waren Mina Harker
überaus aktiv. Auf dem Amphi Festival 2008, zu dem sie
als Orkus Newcomer geladen waren, konnten sie die Massen ausnahmslos
in ihren Bann ziehen. Die Zusammenarbeit mit Dero von Oomph!,
der als Gesangspartner bei „Bis zum Tod“, einem
der besten Songs des Albums, in Erscheinung tritt, trug ebenfalls
weitere Früchte: Im November und Dezember 2008 begleiteten
Mina Harker die Electro-Metal-Stars erfolgreich auf deren „Monster“-Tour
durch Deutschland – mit durchschlagendem Erfolg. Auf dem
M’Era Luna Festival 2009 schien MinaHarker dann ihr Ruf
als exzellente live Band bereits vorausgeeilt zu sein, denn
es gelang das (fast) Unmögliche: trotz der, für Festival-Verhältnisse,
unwirtlichen Anfangszeit von 11:20 morgens war der Festival-Hangar
gut gefüllt und Mina Harker spielten eine Funken sprühende
Show vor einem euphorischen Publikum. Sängerin Mina machte
sich danach sogleich an die Arbeit an einer weiteren Kollaboration
und lieh der legendären Berliner Electro-Metal-Band Terminal
Choice, um Blutengel-Mastermind Chris Pohl, ihre charismatische
Stimme für deren neue Single „Keine Macht“.
Zeit zum Ausruhen bleibt Mina und Alexander jedoch auch danach
nicht, sind sie doch schon wieder mit den Vorbereitungen für
die Aufnahmen ihres zweiten Albums beschäftigt.
Es scheint, als könne niemand diese Band
aufhalten: Mina Harker sind unwiderstehlich und schlagen samtweiche
aber mitreißende Wellen!
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